Zahlen, Daten, Fakten …
Verbrauch für den ersten Garter Teil 45 Gramm
Verbrauch nach Harebell Lace Band 61 Gramm
Verbrauch nach Garter Teil II 70 Gramm
Ende Strang 1 nach 3. Wiederholung und 4 Reihen vom Harebell Lace Band 2
Verbrauch nach Harebell Lace Band 2 -> 148 Gramm
Gesamtverbrauch 190 Gramm
Die Wolle verstrickt sich traumhaft schön und fühlt sich so edel und weich an -> ich vergleiche es mit Kaschmir 


Das fertige Tuch hab ich in der Waschmaschine im Wollwaschgang kalt gewaschen und auf 800 Touren geschleudert -> hat wunderbar funktioniert 
Warum ist es mein Tuch der Tränen …
Meinem Vater ging es gesundheitlich extrem schlecht, als ich mit dem Tuch anfing. An jedem Abend hab ich es in meine Herzensprojekttasche gepackt, weil ich vorbereitet sein wollte, wenn der Anruf aus dem Krankenhaus kam …
Im Krankenhaus hatte ich Bescheid gesagt, dass es für mich am Wichtigsten ist, dass mein Papa nicht allein seine letzte Reise antritt und dass sie mich bitte zu jeder Tages und Nachtzeit anrufen …. darum waren in meiner Herzensprojekttasche auch die ganze Zeit andere Dinge, die ich für einen längeren Aufenthalt gebraucht hätte. Das Tuch hab ich nur nach der Arbeit rausgenommen und bevor ich schlafen gegangen bin wieder dort verstaut … bei einer Fahrzeit von einer knappen Stunde bis zum Krankenhaus wollte ich keine Sekunde verlieren …
Der befürchtete und aufgrund seines Leidens zugleich erhoffte Anruf kam am vergangenen Mittwoch … ich hatte meinem Papa am Sonntag noch gesagt, dass ich ab Mittwoch Urlaub habe und dann viel mehr Zeit mit ihm verbringen kann. Es war vormittags und die Sonne schien und es war herrlich warm …
Als ich bei ihm war hab ich sofort gemerkt, dass seit Sonntag wieder ein Stück von ihm gegangen war … ich sagte als erstes, dass ich seine Entscheidung zu gehen verstehe und ihm eine gute Reise wünsche, er hatte in den letzten Wochen genug gelitten -> auch wenn sie ihn zum Schluss sozusagen in ein künstliches Koma versetzt haben …
Der Arzt sagte, dass es eher Stunden als Tage dauern würde … als sie die medizinische Versorgung so einstellten, dass er gehen durfte, gingen seine Werte rapide runter und ich dachte noch wie unglaublich schnell mein Papa jetzt endgültig einschlafen würde … nach einer Stunde hatten sich die Werte wieder verbessert und waren aus meiner Sicht stabil, so dass ich dachte, dass ich ihn noch länger begleiten darf … ich wollte noch eine Zigarette rauchen, bevor ich mich mit meinem Tuch zu ihm setzen wollte … bevor ich sein Zimmer verließ, sagte ich zu ihm dass er auch alleine gehen darf, wenn er das möchte … als ich zurück kam, war er gegangen 
Mein Vater war kein Engel auf Erden -> er war meiner Meinung nach ein Mensch mit richtigen Ecken und Kanten und ich fand es nicht immer einfach … aber wie ich auch nach seinem Tod feststellen musste ist auch für mich „einfach“ nicht immer richtig!
Auf jeden Fall möchte ich ihm Danke sagen, besonders für die stillen Gespräche seiner letzten Tage.
Warum schreibe ich das hier so öffentlich …. ich möchte dass jeder weiß, dass Menschen die im Koma liegen meiner Meinung nach jedes Wort hören und spüren wenn wir bei ihnen sind.